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Was ist Künstliche Intelligenz?

Eine allgemein gültige Definition von KI gibt es nicht. Einigkeit herrscht jedoch über den grundlegenden Gedanken, menschliche Denkprozesse und intellektuelle Fertigkeiten zu mechanisieren. Grundlegend sind hier Modelle aus Mathematik und Informatik, die ein ständiges Dazulernen und Optimieren ermöglichen. Denn das eigentliche Ziel der künstlichen Intelligenz ist es unter anderem, Arbeitserleichterungen zu schaffen und sogar menschliche Schwachstellen zu umgehen. Das birgt natürlich enorme Potenziale für unsere Technologien.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) ahmt kognitive Fähigkeiten des Menschen nach, indem sie Informationen aus Eingabedaten extrahiert und einordnet. Diese Intelligenz kann auf programmierten Abläufen beruhen oder durch maschinelles Lernen erzeugt werden

Machine Learning

Machine Learning ist ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz. Systeme lernen selbstständig Muster und Zusammenhänge aus großen Datenmengen, wobei anders als bei herkömmlichen Algorithmen kein Lösungsweg vorgegeben wird.

Deep Learning

Deep Learning ist eine spezifische Form von Machine Learning, die künstliche neuronale Netze mit zahlreichen Zwischenschichten zwischen Eingabeschicht und Ausgabeschicht einsetzt. Neuronale Netze werden trainiert, indem immer wieder Daten vorgelegt werden. Durch diese Wiederholung bekommen neuronale Netze ein „Verständnis“, wie diese Daten einzuordnen sind. Das in den Lerndurchläufen erzeugte tiefe neuronale Netz kann dann auch auf Daten angewandt werden, die es im Training noch nicht kennengelernt hat.

Die Historie der KI - kurzgefasst

Die Anfänge der KI gehen auf die Arbeiten des britischen Mathematikers und Visionärs Alan Turing im Jahr 1936 und seine bekannte Turing-Maschine zurück. Der Forschungsbereich der künstlichen Intelligenz wurde jedoch erst 1956 auf einer Konferenz am Dartmouth College in Hanover, New Hampshire, formell begründet, wo der Begriff "künstliche Intelligenz" geprägt wurde.

Ab Anfang der 60er Jahre bis zum Anfang der 90er Jahre wechselten sich Phasen starker KI-Forschungsaktivitäten mit Phasen eher niedriger Aktivitäten auf dem Gebiet der KI-Forschung ab. Obwohl es in dieser Zeitspanne auch schon erste kommerzielle KI-Anwendungen wie z.B. „MYCIN“, ein Expertensystem zur Behandlung von Krankheiten, gab, wurden erst ab Anfang der 90er Jahre durch die immer besser verfügbaren Rechenleistungen bahnbrechende KI-Entwicklungen möglich. So bezwang die KI-Schachmaschine „Deep Blue“ der Firma IBM den damals weltbeste Schachweltmeister Garry Kasparov erstmals in einem Turnier.

Befördert durch immer leistungsstärkere Prozessoren und Grafikkarten in Computern, Smartphones und Tablets findet die KI ab 2010 ihren Weg in das tägliche Leben, so z.B. als Bestandteil von persönlichen Assistenten wie Siri (2011) oder Alexa (2015). Im Jahr 2017 wurde der amtierende Go-Weltmeister, Ke Jie, durch die AlphaGo KI geschlagen, obwohl Go lange Jahre als viel zu komplex für ein computergestütztes Spielprogramm galt. Weitere bahnbrechende KI-basierte Entwicklungen, wie das autonome Fahren, werden unseren zukünftigen Alltag stark beeinflussen.

Trotz dieser enormen Fortschritte in den letzten Jahren kann man einschätzen, dass die Entwicklung der künstlichen Intelligenz insbesondere im industriellen Produktionsbereich noch relativ am Anfang steht. Voraussetzung für einen nachhaltigen Einsatz von industriellen KI-Anwendungen in der Zukunft ist, dass die KI vor allem in sensiblen Bereichen noch zuverlässiger wird und dass KI-Systeme in der Lage sind, ihre Entscheidungen zu erklären, damit Menschen sie auch nachvollziehen können.

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