Skalierbares Embedded-Testsystem für komplexe Fahrzeugtests
G CAR 6283 für Test, Simulation und Analyse moderner Steuergeräte und Fahrzeugkommunikation
Mit dem G CAR 6283 erweitert GÖPEL electronic die Serie 62 um ein leistungsfähiges Stand-Alone-Testsystem für den parallelen Test, die Simulation und Analyse moderner Steuergeräte und Fahrzeugkommunikation. G CAR 6283 ist als Embedded-Hardware mit dem Echtzeitbetriebssystem QNX ausgelegt und ermöglicht den gleichzeitigen Betrieb von bis zu zwanzig Businterfaces auf einer kompakten, skalierbaren Plattform.
Im Gegensatz zu klassischen Interface-Karten oder PC-abhängigen Lösungen führt das Testsystem G CAR 6283 Kommunikations-, Diagnose- und Simulationsfunktionen direkt auf der Hardware aus. Dadurch lassen sich umfangreiche Restbussimulationen ebenso realisieren wie parallele Einzel-ECU-Tests, performantes Flashen mehrerer Steuergeräte oder kombinierte Testaufgaben unabhängig vom Host-System. Dies macht GCAR 6283 insbesondere für Entwicklungsumgebungen sowie für Produktions-, EOL- und Run-In-Anwendungen attraktiv, in denen hohe Parallelität gefordert ist.
Grundlage des Systems ist ein neues Backplane-Konzept, das eine flexible und kundenspezifische Konfiguration erlaubt. Über steckbare Module lässt sich G CAR 6283 exakt an die benötigten Bussysteme und die gewünschte Interface-Anzahl anpassen. Unterstützt werden unter anderem CAN FD, LIN und FlexRay sowie Automotive Ethernet mit 100BASE-T1, 1000BASE-T1 und 10BASE-T1S. Erweiterungen für CAN XL sowie Multigigabit Automotive Ethernet befinden sich bereits in Planung und stellen die langfristige Erweiterbarkeit der Plattform sicher. Ergänzend stehen eine Vielzahl an digitalen und analogen IOs zur Verfügung, etwa für einfache Prüfaufgaben, Trigger-Signale, PWM oder SENT.
Dank umfangreicher Onboard-Funktionen der Firmware wie E2E-Absicherung (Checksummen, Botschaftszähler), SecOC, Netzmanagement sowie Transport- und Diagnoseprotokolle werden rechenintensive und zeitkritische Aufgaben direkt auf der Hardware verarbeitet. Dies schafft stabile Echtzeitbedingungen und ermöglicht anspruchsvolle Szenarien wie Gateway-Simulationen, parallele Flash-Operationen oder komplexe Restbussimulationen auf einem einzigen Stand-Alone-System. Für Trace-Aufgaben kann das System mit einer M.2-SSD (Steckplatz integriert) erweitert werden.
Zur Integration in kundenspezifische Anwendungen stellt GÖPEL electronic eine umfassende Programmierschnittstelle (G-API) auf Basis von C sowie eine LabVIEW-Library zur Verfügung. Die PC‑Anbindung des G CAR 6283 erfolgt über eine separat steckbare Host‑Interface‑Karte (1 Gbits Ethernet und 5 Gbits USB). Zur Konfiguration der Restbussimulationen kann die Software-Toolkette Net2Run von GÖPEL electronic verwendet werden. Net2Run dient der Ableitung von AUTOSAR-konformen Restbuskonfigurationen aus gängigen Datenformaten wie ARXML, FIBEX oder DBC. Die erzeugten Konfigurationsdateien werden anschließend über die API auf dem G CAR 6283 geladen und dort ausgeführt.
Mit seiner hohen Interface-Dichte, der konsequenten Echtzeitarchitektur und dem modularen Backplane-Konzept positioniert sich der G CAR 6283 als skalierbarer Kompakttester für moderne Steuergeräte- und Fahrzeugnetzwerktests, weit über die Funktion klassischer Kommunikationshardware hinaus.
