OptiCon TurboLine
In-Line AOI-System für die High-End-Inspektion in der Großserienfertigung
Das Besondere am OptiCon TurboLine sind neben der Möglichkeit zur doppelseitigen Inspektion, die verschiedenen Konfigurationen der Kamera und der Beleuchtung.
Ohne die Leiterplatte zu wenden, prüfen Sie deren Unterseite. Gegenüber herkömmlichen AOI-Systemen enstehen dadurch entscheidende Vorteile für die Prüfgeschwindigkeit im Lininetakt. Der drehbare Schrägblick und das segmentierte Bandmodul sind ebenfalls Faktoren für eine schnellere Inspektion.

- Bauteilinspektion mit sichtbarem Licht und mit Infrarotbeleuchtung
- Flash ist Pflicht!
- 360°-Schrägblick in 1°-Schritten und 3D
Einzigartige Multispektralbeleuchtung: von Infrarot bis Ultraviolett
Um Licht und Klarheit in das dunkle Innere des AOI-Systems zu bringen, müssen Leiterplatten beleuchtet werden.
Sie haben die Wahl zwischen vielen Varianten der Beleuchtung, um Kontraste zu setzen und zu verstärken. Fehlgelötete Bauteile sind deutlich erkennbar und die Auswertung der Bilder wird einfacher und exakter.
Dabei sind die Beleuchtungsfarben der OptiCon-Systeme von Infrarot bis Ultraviolett frei wählbar. Ebenfalls steuerbar sind die Intensität und die Richtung des Lichtes. Auch kontrastarme Bauteile, Polaritätsmarkierungen, Unterschiede in den Materialien und Verunreinigungen werden mit den verschiedenen Varianten des Lichts sichtbar.
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Patentierte 360°-Inspektion in 1°-Schritten mit konstanter Auflösung und Schärfe
Mit der 360°-Inspektion prüfen wir Ihre bestückte Leiterplatte rundum. Im gesamten Betrachtungsfeld bleiben Auflösung und Schärfe konstant. Jeder Winkel eines jeden Bauelements wird sichtbar und verdeckte Lötstellen sind damit kein Thema mehr. Die Bildaufnahmen in rotierenden 1°-Schritten ermöglichen eine optimale Prüfung für nahezu alle Bestücksituationen und Pad-Geometrien.
Programmoptimierung anhand statistisch erfasster Inspektionsdaten
Schwankungen im Produktionsprozess sowie Änderungen an Bauteilen sind unvermeidbar und gehören zum Fertigungsalltag elektronischer Baugruppen. Die Software unserer AOI-Systeme bietet leistungsstarke Funktionen, um diese effektiv zu handhaben.
Eine statistische Auswertung der einzelnen Messwerte von geprüften Baugruppen ermöglicht die komfortable Definition von Toleranzen. Zudem garantiert die integrierte Referenzdatenbank eine stabile Prüfqualität.
Insgesamt 18 verschiedene Kamerakombinationen sind konfigurierbar
Drehbare Schrägblickinspektion mit einzigartiger Betrachtungsfläche
- gleichzeitige Inspektion von zwei Pinreihen in seitlicher Betrachtungsweise
- Anpassung der Bibliothekseinträge bei unterschiedlichen Drehlagen nicht notwendig
- IPC-nahe Lötstellenprüfung
Orthogonale Inspektion von oben
Kernstück des orthogonalen Kameramoduls bildet ein Doppelstrahlobjektiv. Bei der Systemausstattung mit zwei Kameras sind sowohl Graustufenaufnahmen als auch Farbbilder mit unterschiedlichen Auflösungen an gleicher Prüfposition möglich. Neben dem telezentrischen Strahlengang können Prüfungen mit mikroskopischer Auflösung auch an zukünftigen Bauteilgenerationen vorgenommen werden.
Orthogonale Inspektion von unten
Für die Inspektion der Unterseite stehen je nach Geschwindigkeitsanforderung zwei Konfigurationen zur Auswahl. Sie zeichnen sich durch telezentrischen Strahlengang aus und ermöglichen sowohl Graustufenaufnahmen als auch hochauflösende Farbbilder.
Geschwindigkeitsvorteile gegenüber herkömmlichen AOI-Systemen
Doppelseitige Baugruppeninspektion ohne Wenden
Die Prüfung von Ober- und Unterseite in einem System spart zusätzliche Handlingmodule für das Wenden und reduziert die Taktzeit für die gesamte Baugruppe. Je nach Fertigungsprozess bietet das OptiCon TurboLine somit die Möglichkeit, in einem System Baugruppen unterschiedlicher Technologien zu inspizieren (doppelseitig reflow-gelötet, THR-Technologie, Wellen- oder Selektivlötung).
Identische Betrachtungsfelder der Orthogonal- und Schrägblickkameras
Aufgrund des identischen Betrachtungsfeldes der Orthogonal- und Schrägblickkameras wird die Achsbewegung für das Zurücklegen des Offsets zwischen den Kameramodulen hinfällig.
Daraus ergeben sich signifikante Prüfzeitvorteile bei erhöhter Prüftiefe.
Be- und Entladung während der Inspektion durch das Drei-Segmente-Band

OptiCon PILOT - ein abgestimmtes Softwarekonzept
Die OptiCon PILOT-Software verfügt über leistungsfähige Funktionen zur Bauteilerkennung, Lötstellen- und Kurzschlusskontrolle, Klarschrifterkennung, Farbverifikation, Höhenmessung sowie zur Lotpastenkontrolle.
Neben der intelligenten Bauteildetektion, basierend auf automatischer Merkmalsextraktion aus realem Bildmaterial, erfolgt die Bestimmung der Lötstellenqualität durch eine komplexe Grauwertanalyse unter Verwendung unterschiedlicher Beleuchtungsvarianten.
Erstellte Prüfprogramme und Bibliothekseinträge sind auf verschiedene Systeme übertragbar und können unabhängig von Bauteilposition oder Leiterplattenhintergrund bei gleichbleibender Inspektionsqualität eingesetzt werden.
Referenz-Datenbank
Die integrierte Referenz-Datenbank stellt die Basis für eine sichere und dokumentierte Fehlererkennung bei optimierter Pseudofehlerrate dar. Sie ermöglicht das Speichern von einmal erkannten Fehlern und deren Verifizierung nach durchgeführten Modifikationen am Prüfprogramm. Im Falle von Abweichungen nach Programmanpassungen werden im direkten Vergleich alle relevanten Parameter, welche zu einer Nicht-Erkennung geführt haben, dargestellt.
Gleichermaßen kann die Referenz-Datenbank auch für die Ablage von Gut-Beispielen dienen, um somit die Stabilität optimierter Prüfprogramme zu sichern.
Inspektionsparameter
| Orthogonalinspektion von oben/unten, Schrägblickinspektion von oben | |
| Bildaufnahmetechnologie | bis zu 48 Megapixel, 24 bit Farbtiefe |
| Optik | telezentrisch |
| Auflösung | bis zu 6,5 μm |
| Beleuchtungstechnologie | multispektral, multidirektional |
| Handlingzeit | 3 s |
| Inspektionsgeschwindigkeit | bis zu 60 cm²/s |
| Schrägblickinspektion | 0°–360° in 1°-Schritten |
| doppelseitige Baugruppeninspektion | ohne Wenden |
| maximale Leiterplatten/Werkstückträgergröße | bis zu 610 mm x 460 mm |
| maximales Leiterplattengewicht | 5 kg |
| Bauteilfreiheit oberhalb Leiterplatte | bis zu 80 mm |
| Bauteilfreiheit unterhalb Leiterplatte | 50 mm |
| kleinste Bauteilgröße | 01005 / Pitch 0,3 |
Technische Daten Gesamtsystem
| In-Line-Schnittstelle | SMEMA, Siemens, Sensor |
| Transportrichtung | links-rechts / rechts-links / links-links / rechts-rechts |
| Energiebedarf | 230 V AC / 1 kVA; 6 bar Druckluft, Verbrauch < 20 l/h |
| Abmessungen (B x T x H) | 1200 mm x 1652 mm x 1742 mm |
| Gewicht | 1000 kg |











